DAS  PROTOKOLL

Christian I. Peintner 

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Premiere, am 1. Oktober 2026

Als Vorarlberger Filmemacher präsentiere ich meinen Independent-Film (in englisch, mit deutschem Untertitel)

Eine künstlerische Rekonstruktion eines Sprechtages vor der Kunstkommission Film.

Sie entscheiden, wer Förderung erhält – aber über ihre Arbeit darf kein Protokoll das Tageslicht erlangen. Das Kontrollsystem mag keine Kontrolle.

Jedes Jahr bittet die Landesregierung Kunstschaffende für 10 - 20 Minuten zum Gespräch. Es wird erklärt, argumentiert, mitgeschrieben – doch das Protokoll bleibt ein Phantom.

„Kann ein Fördersystem transparent sein, wenn seine eigenen Entscheidungsregeln, Gewichtungen und Zuständigkeiten nicht transparent sind?“

Mit freundlicher Unterstützung von Druckhaus Gössler.

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weitere Veranstaltungen

Da die Filmvorführungen mit anschließenden Diskussionen als fortlaufende Veranstaltungsreihe geplant sind, werden die einzelnen Termine künftig hier zuerst veröffentlicht.

Ausstellungs- und Veranstaltungsanfragen:
info@peintner-art.com

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P   R   E   M   I   E   R   E
„COS – Code of Silence“


🎬 TiK "Theater im Kopfbau" Dornbirn, am 16. Juli 2026
🔎 VN - Filmkritik von THS, 21. Juli 2026

Passend zum Film ist eine limitierte Edition von Siebdrucken erschienen. Die Arbeiten im Format 50 × 50 cm zeigen ausgewählte Filmstills, dem stillen Spiel der Wahrnehmung gewidmet.

Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine moderierte Gesprächsrunde zu Themen des Films.

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Der Tätigkeitsbericht des Landesvolksanwalts 2025

Die Prüfung der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg ergab u.a. (auf den Seiten 27 bis 29), dass den Empfehlungen entsprochen werden soll.

Die andere Seite der Kulturförderung

Oder: Selbstlob ist auch keine Lösung

Das Format schafft eine zweite Öffentlichkeit. Es geht dabei weder um eine Petition als vorgegebenes Ergebnis noch um eine Art „Gegen-FAQ“. Wenn Probleme innerhalb eines Systems benannt, in Papieren festgehalten und anschließend lediglich abgelegt werden, stellt sich vielmehr die Frage, was daraus für die öffentliche Diskussion folgt.

Kulturpolitik wird nicht nur in Sitzungen, Richtlinien und Förderentscheidungen sichtbar. Sie wird auch in den Erfahrungen jener sichtbar, die unter diesen Bedingungen arbeiten und leben.

Der Film eröffnet eine Perspektive. Die anschließende Diskussion fügt weitere hinzu. Daraus kann eine öffentliche Gegenlesung der Realität entstehen – nicht als abschließendes Urteil, sondern als Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen sichtbar zu machen.


6. März 2026 – Generalprobe von „C.O.S.“

Bereits bei der Generalprobe entstand bei einzelnen Anwesenden der Eindruck, dass dargestellte Situationen sehr konkrete Parallelen zu eigenen Erfahrungen aus dem Kunst- und Kulturbereich aufweisen. In Gesprächen wurde sinngemäß die Frage aufgeworfen, ob solche Erfahrungen tatsächlich nur Einzelfälle darstellen oder ob dahinter möglicherweise breitere Wahrnehmungen stehen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass manche Menschen offenbar zurückhaltend damit umgehen, ihre persönlichen Erfahrungen öffentlich zu schildern. In diesem Zusammenhang kam auch die Frage auf, ob die Abhängigkeit von Förderentscheidungen dazu führen kann, dass Kritik oder Widerspruch nicht ohne Weiteres öffentlich geäußert werden.

Dabei ging es ausdrücklich nicht um konkrete Vorwürfe gegenüber einzelnen Personen. Im Raum stand vielmehr die grundsätzliche Frage, wie frei eine öffentliche Debatte über ein Fördersystem sein kann, wenn die daran Beteiligten zugleich auf dieses System angewiesen sind.


16. Juli 2026 – Premiere von „C.O.S.“

Der Film wurde überarbeitet und erhält somit ein komplett anderes Ende.

Auch im Umfeld der Premiere wurde über Erfahrungen und Wahrnehmungen im Kulturbereich gesprochen. Einzelne Gesprächsteilnehmende beschrieben ihre Bestürzung darüber, wie sie die Situation von Künstlerinnen und Künstlern im Land wahrnehmen. Andere Beiträge stellten die Frage, ob die bestehenden Strukturen ausreichend Raum für unterschiedliche Positionen, Kritik und Veränderung bieten.

Dabei wurde zugleich betont, dass Visionen und eigenständige Positionen für eine lebendige Kulturlandschaft unverzichtbar sind. Als historische Beispiele wurden Persönlichkeiten wie Guntram Lins und Franz Michael Felder genannt, die mit ihren Visionen gesellschaftliche Entwicklungen im Land angestoßen haben.

In der Diskussion wurde außerdem die Frage aufgeworfen, wie demokratisch und vielfältig die Meinungsbildung innerhalb der Künstlerschaft selbst funktioniert. Dabei ging es weniger um einzelne Personen als um die grundsätzliche Frage, ob unterschiedliche Positionen ausreichend nebeneinander bestehen können.

Ein Zwischenruf brachte das Thema Konkurrenz und Neid im kulturellen Umfeld zur Sprache. Die anschließende Reaktion im Publikum zeigte, dass dieses Thema bei mehreren Anwesenden Resonanz fand. Daraus entwickelte sich die weiterführende Frage, ob gegenseitige Konkurrenz unter Kunstschaffenden möglicherweise ebenfalls Einfluss darauf hat, wie offen über Förderstrukturen, Sozialversicherung, Altersvorsorge und deren Auswirkungen gesprochen wird - weshalb Kunstschaffende sich nicht organisieren? Oft genannt - aber eine gesetzliche Berufsvertretung existiert bedauerlicherweise nicht!

Mehrfach wurde die Wahrnehmung angesprochen, dass Förderentscheidungen von außen häufig als wenig transparent erlebt werden. Dabei wurden unterschiedliche Einschätzungen darüber geäußert, wie Entscheidungen innerhalb der bestehenden Strukturen zustande kommen. Diese Beiträge wurden als persönliche Wahrnehmungen und Meinungen geäußert und stellen keine Feststellung über das tatsächliche Entscheidungsverfahren dar.

Ein weiterer Diskussionsbeitrag richtete den Blick auf das Verhältnis zwischen Verwaltung, Kulturinstitutionen, Politik und den Kunstschaffenden selbst. Dabei wurde sinngemäß darauf hingewiesen, dass viele Arbeitsbereiche innerhalb der Kultur von der Existenz einer aktiven Kunst- und Kulturszene abhängen. Daraus entstand die grundsätzliche Überlegung, Kultur nicht ausschließlich als Verwaltungs- oder Förderaufgabe zu betrachten, sondern als Kreislauf gegenseitiger Abhängigkeiten und Leistungen.

Auch die Frage nach den gesellschaftlichen Veränderungen wurde angesprochen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass nicht nur der Kunstbereich, sondern auch andere gesellschaftliche Bereiche – etwa Bildung, Betreuung und Ehrenamt – vor Veränderungen und neuen Herausforderungen stehen.

Ein weiterer Gedanke betraf den Umgang mit der eigenen Kunstproduktion im Land. Es wurde die Ansicht geäußert, dass Vorarlberg stärker auf seine Künstlerinnen und Künstler stolz sein und deren Arbeiten auch sichtbar machen sollte. In diesem Zusammenhang wurde kritisch gefragt, ob die langfristige Sicherung und Archivierung von Kunst allein ausreicht oder ob Kunst nicht vor allem auch öffentlich gezeigt und zugänglich gemacht werden sollte. Daraus ergab sich die grundsätzliche Frage nach der öffentlichen Verantwortung für Kunst und Kultur und danach, welche Aufgaben dauerhaft von privaten Initiativen übernommen werden können und welche nicht.

Die Studie der FH Vorarlberg wurde in der Diskussion als wichtige faktenbasierte Grundlage für die Auseinandersetzung mit der sozialen Situation von Kunstschaffenden wahrgenommen. Gleichzeitig wurden Einschätzungen eines Insiders geäußert, wonach sich die wirtschaftliche Situation seit Erhebungszeitpunkt weiter verschärft haben könnte. Einzelne Diskussionsbeiträge gingen deshalb davon aus, dass inzwischen möglicherweise ein noch größerer Anteil der Kunstschaffenden von Armutsgefährdung betroffen sein könnte. Diese Einschätzungen wurden ausdrücklich als persönliche Einschätzungen und nicht als neue statistische Erhebung verstanden.

Von meiner Seite wurde in diesem Zusammenhang der Gedanke eines Grundeinkommens eingebracht – allerdings nicht notwendigerweise nach dem Isländischen Pilotprojekts, sondern als breiter angelegte soziale Absicherung. Kann ein entsprechendes Modell auf die Größenordnung und Besonderheiten Vorarlbergs heruntergebrochen und zumindest einmal rechnerisch untersucht werden? Als möglicher Ansatz habe ich eine Form von „Teilhabesicherung“ genannt, die über den Bereich der Kunst hinaus beispielsweise ehrenamtliches Engagement berücksichtigen könnte.

Auch der Film „C.O.S.“ selbst war Gegenstand der Diskussion. Dabei wurde unter anderem die Frage gestellt, ob die teilweise harte Sprache und einzelne explizite Szenen für die Wirkung des Films notwendig seien oder ob dadurch bestimmte Aspekte der Realität beziehungsweise der thematischen Dringlichkeit stärker oder schwächer wahrgenommen werden.

Für die Produktion selbst war mir in diesem Zusammenhang wichtig festzuhalten, dass „C.O.S.“ keine KI-generierte Filmproduktion ist. Der Film wurde über einen Zeitraum von rund 3.000 Stunden als Soloprojekt manuell am Computer erstellt. Gerade diese aufwendige individuelle Arbeit ist Teil des künstlerischen Konzepts und der Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten digitaler Kunstproduktion als soziales Projekt - als Einzelkünstler - ohne Landes - ohne Bundesförderung!
Drei unterstützenden Institutionen habe ich ausdrücklich gedankt.


Die Beiträge aus Generalprobe und Premiere verstehen sich dabei nicht als Beweisführung gegen einzelne Personen oder Institutionen. Es ist meine subjektive Zusammenfassung eines lebhaften Austausches und zeigt vielmehr, welche Fragen, Erfahrungen, Wahrnehmungen und unterschiedlichen Meinungen im Umfeld des Films sichtbar und diskutierbar wurden.

Gerade darin liegt die Funktion einer solchen zweiten Öffentlichkeit: Nicht eine neue Wahrheit an die Stelle der bestehenden zu setzen, sondern unterschiedliche Perspektiven überhaupt erst miteinander ins Gespräch zu bringen.


1. Oktober 2026 – Premiere von
„DAS PROTOKOLL“

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Kultursommer Bregenz
„Neu-Eröffnung“

Am 18. Juli 2026 eröffneten wir unser gemeinsames Studio
Kirchstraße 22, Bregenz
Jana Scherer, Tatyana Nigsch, Christian I. Peintner

aus „no name“ ist jetzt "SEE-ATELIER" 💥

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Kultursommer Bregenz
„Matinee - Lesung - Erika Kronabitter“

Am 19. Juli 2026, um 11:00 Uhr hat Erika Kronabitter aus
„Bregenz liegt am Meer“ gelesen.

Erika Kronabitter: 
Lyrikerin, Romanautorin und Theatermacherin, Präsidentin von Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen und Auszeichnungen, zuletzt „Delfine vor Venedig“ (2024). Initiatorin und Mitgestalterin vieler Literaturprojekte in Vorarlberg und darüber hinaus.

SEE-ATELIER, Kirchstraße 22, Bregenz.

Filme

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Code of Silence
Langfilm
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"Sprechtag"
Dokumentation
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"niemandsland"
10 x Kurzfilme

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SEE-ATELIER

Permanente Ausstellung im Gemeinschaftsatelier, Kirchstraße 22, A-6900 Bregenz.
Besuche und Termine nach Vereinbarung.

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Christian I. Peintner

Nicht das Medium bestimmt meine Arbeit, sondern die Fragestellung. Zeichnung, Ölmalerei, Bildhauerei und digitale Animation sind für mich gleichwertige Ausdrucksformen - je nach Thema.

Im Zentrum steht der Mensch – seine Gestalt, seine Wahrnehmung und seine Beziehung zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Ausgehend von einer naturalistisch geprägten Bildsprache entwickelte sich meine Arbeit zu einer künstlerischen Praxis, die dokumentiert, hinterfragt und Stellung bezieht.

Kunst verstehe ich als Handwerk, Forschung und gesellschaftliche Intervention zugleich. Sie soll nicht nur Wirklichkeit abbilden, sondern Denkräume öffnen und im besten Fall Veränderungen anstoßen.

VHS-Kurse

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Perspektive
3 Stunden, Schnupperkurs
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Rasche Skizzen
1 Tag
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Skizzen Kolorieren
1 Tag
     



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